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    ”Sein [Verhaeghens] Roman Omega Minor [...] entrollt gewaltige historische Panoramen: Nazi-Diktatur, Zweiter Weltkrieg, Holocaust, Atombombe, deutsche Teilung und Vereinigung. Die Lebensgeschichten, die hier erzählt werden, verknüpfen sich zu einem verwirrenden Netz von Intrige, Lügen und Offenbarung. [...] Sätze von ernüchternder Lakonie, wie man sie aus dem Werk Gottfried Benns kennt [...] Omega, das griechische Zeichen, das einem Atompilz gleicht, steht als Symbol für die Gratwanderung zwischen Aufklärung und faustischer Vermessenheit, zwischen Physik und Metaphysik, mit der Verhaeghen seinem apokalyptischen Text einen Hauch naturwissenschaftlich inspirierter Götterdämmerung verleiht.“
    Der Spiegel, Malte Herwig, Matthias Matussek, Nr. 40, 2. Oktober 2006

    ”Ein mächtiges Werk!“
    Bild am Sonntag, Alex Dengler, 26. November 2006

    Paul Verhaeghen

    Omega Minor

    Roman

    Übersetzt von Stefanie Schäfer

    960 Seiten
    24.90 Euro, 35.50 sFr
    September 2006
    ISBN:9783821857589



    Epochenroman, literarisches Wunder, Aphrodisiakum der Sinne: Omega Minor gibt dem Wahnsinn des 20. Jahrhunderts eine unverwechselbare Stimme

    Wir alle wissen, sagt Paul Andermans, der junge Ich-Erzähler, dass der Zufall das wahre Wesen der Dinge ist. Wo der Zufall aufhört, muss man sich in Acht nehmen. Das ist der Moment, in dem die Realität keine Alternativen mehr zulässt. Paul Verhaeghens Roman ist voller solcher Momente. Und er spielt natürlich in Berlin, dem New York der Alten Welt, einer Stadt, die immer in Bewegung ist, balancierend auf dem gefährlichen Grat zwischen Glanz und Verfall. In der Menschen leben wie die Filmstudentin Nebula, die von Hugo gerettet wird, dem strohblonden Riesen in den schwarzen Stiefeln. Mit ihm verschwindet sie in den Katakomben der Stadt, zusammen mit anderen, die folgen. Sie warten auf den Tag, an dem sie Deutschland befreien dürfen, und sie vertreiben sich ihre Zeit mit Provokation und Gewalt, die jeden treffen kann. Wie den Psychologen Paul Andermans, der seine Zivilcourage fast mit dem Tod bezahlt. Und im Krankenhaus neben Josef de Heer erwacht, einem alten Mann, der genau in diesem Moment beschließt, Paul Andermans seine Geschichte zu erzählen. Die Geschichte eines Berliner Jungen mit jüdischen Vorfahren ...