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Friedrich Sieburg
" ... schön gestaltetes Buch, dem Thea Dorn schwungvolle, dazu blitzgescheite Erläuterungen beigegeben hat ... "
(Tilman Krause, Die Welt, 26. Juni 2010)
Die Lust am Untergang
Selbstgespräche auf Bundesebene
Vorwort von Thea Dorn
Nachwort von Thea Dorn
Originalausgabe; Gebunden in geprägtem Papier mit raffiniertem 50er-Jahre-Muster, Fadenheftung und Lesebändchen
420 Seiten
32.00 Euro, 42.90 sFr
Mai 2010
Die Andere Bibliothek - Band 305
ISBN:9783821862293
Die chronische Sehnsucht nach der Apokalypse
Die Lust am Untergang erschien vor mehr als einem halben Jahrhundert - und weder der Titel noch das Buch haben ihre Aktualität eingebüßt.
Wir Deutsche malen am liebsten schwarz. Wenn uns im Augenblick keine Katastrophe heimsucht, dann sehen wir eine kommen. Wir können, so scheint es, ohne die apokalyptischen Ängste nicht existieren. Niemand durchschaute die dunklen Süchte unserer Seele genauer als der große Zeitkritiker Friedrich Sieburg, einer der brillantesten Stilisten seiner Epoche. Seine Bücher wurden zu Hunderttausenden verkauft. Doch in Deutschland steht sein Werk - anders als in Frankreich - unbeachtet im Schrank. Er war kein Mann der politischen Eindeutigkeit und schon gar nicht des Widerstandes gegen den Nazismus. Und dennoch - oder darum - ist er einer der wichtigsten Zeitgenossen jener Epoche, die er in seiner grandiosen Polemik von 1954 Revue passieren lässt. Thea Dorn fand das Buch in der Bibliothek ihrer Eltern, las sich fest, entdeckte die Übereinstimmungen, die Differenzen von damals und heute, zwischen einer Autorin der jungen Generation und dem großen Literaten, der mit dieser Wiederentdeckung aus dem Exil des Vergessens zu den deutschen Lesern heimkehrt.

