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    "Er (Wlodzimierz Nowak) ist ein großartiger Erzähler, und seine Reportagensammlung gehört zweifellos zu den besten aktuellen Büchern über die immer noch so schwierigen deutsch-polnischen Beziehungen."
    (Thomas Urban, Süddeutsche Zeitung, 24. November 2009)

    "Aus den zwölf Reportagen der "Nacht in Wildenhagen" ergibt sich ein weit gefächertes wie kontrastreiches und insgesamt hoch spannendes Panorama deutsch-polnischer Befindlichkeiten. Dabei bewältigt Nowak auch die großen Themen ohne Mühe und ohne Pathos."
    (Martin Sander, Deutschlandfunk, 19. November 2009)

    Wlodzimierz Nowak

    Die Nacht von Wildenhagen

    Zwölf deutsch-polnische Schicksale

    Übersetzt von Joanna Manc

    300 Seiten
    19.95 Euro, 28.50 sFr
    Februar 2009
    ISBN:9783821858296



    »Haben Sie Ihrer Mutter später übel genommen, dass sie Sie aufhängen wollte?«

    Deutsche Besetzung, Vertreibung, Kalter Krieg, Mauerfall — Włodzimierz Nowak erzählt von zwölf Schicksalen in der polnisch-deutschen Grenzregion, die man so schnell nicht vergisst.

    Als Włodzimierz Nowak sie trifft, ist Adelheid M. bereits 65 Jahre alt. Doch immer noch hat sie Angst — Angst vor der Erinnerung an die Nacht, in der die Mütter und Großmütter des Ortes erst ihre Kinder und Enkelkinder, dann sich selbst mit Messern, Schlingen und Seilen umbrachten aus Angst vor den vormarschierenden Russen. Adelheid überlebte, weil ein sowjetischer Soldat sie rechtzeitig von der Schlinge erlöste.

    50 Jahre nach der Schreckensnacht von Wildenhagen: An der deutsch-polnischen Grenze entlang der Neiße gibt es unzählige Schleuser, die gegen Geld Flüchtlinge aus Russland, Sri Lanka oder Afghanistan nach Deutschland führen. Nowak hat einen von ihnen aufgesucht, den 23-jährigen Arek Banecki. Ohne seine illegale Arbeit würden die Baneckis nicht überleben können ...

    Anhand von zwölf Schicksalen erzählt Włodzimierz Nowak von der komplexen, oft schmerzhaften Beziehung zwischen Polen und Deutschen. Seine Reportagen, in denen er die Menschen lebendig werden lässt, entfalten dabei eine ungeheure Sogwirkung.