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Milán Füst
"…ein grandioser Eifersuchtsroman."
(arte, 20. Dezember 2007)
Die Geschichte meiner Frau
Übersetzt von Mirza von Schüchting
Vorwort von Peter Nádás
496 Seiten
30.00 Euro, 40.90 sFr
Dezember 2007
Die Andere Bibliothek - Band 276
ISBN:9783821862026
»Einer der besten Romane, die ich je gelesen oder verlegt habe — nie wieder wurde seither in der Weltliteratur die Lust der Eifersucht und die Last der Ehe auf eine so überzeugende Weise zu einer tragischen Liebeskomödie verknüpft, Mord und Scheidung inklusive.« Michael Naumann
Lizzy, die zierlich-mollige Französin, zerbrechlich wie ein teurer Flakon, fällt wie eine Himmelsgabe in das Leben ihres Mannes, des schwerblütigen und grobschlächtigen holländischen Kapitäns Jacob Störr. Ihre Schönheit ist für ihn allerdings ein Geschenk, das er nicht wirklich genießen kann: Seine maßlose Eifersucht liefert ihm den Vorwand für zahllose Affären und Eskapaden, die weniger dem Verhalten seiner Frau als allein seiner grotesken Egozentrik geschuldet sind. Denn Jacob Störr ist ein amoralischer Zeitgenosse, der von seiner Umwelt gerade deshalb Anstand und Verlässlichkeit verlangt, weil ihm selbst beide Tugenden völlig fremd sind.
Der ungarische Lyriker und Philosoph Milan Füst hat mit diesem anekdotenreichen Roman — seinem einzigen — nicht nur eine amüsante Geschichte von grotesker Egozentrik verfasst, sondern auch eine ernste und zeitlose Analyse menschlichen Irrens, das unter dem Namen »Liebe« mehrere Leben gleichzeitig ruinieren kann. 1967 wurde Füst für den Nobelpreis nominiert, »aber der Tod war schneller als die schwedische Akademie« (György Konrad).

