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    „Diese Geschichte ist tief und spannend erzählt (...) es geht um Verlorenheit, um Fremdheit, um Migration (...) in der sensiblen Form, in der es geschildert wird und mit der enormen Sprachwucht von Guy Helminger bekommt man so ein feines Gespür dafür, für Migrantendasein und für das Elend, das dazugehört, dass ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen kann."
    (Richard David Precht, Schweizer Literaturclub, 19. Oktober 2010)

    Guy Helminger

    Neubrasilien

    Roman

    320 Seiten
    19.95 Euro, 28.50 sFr
    September 2010
    ISBN:9783821861326



    Von der Sehnsucht nach der Ferne

    In Guy Helmingers neuem Roman fügen sich zwei Erzählstränge zu einer großen, universellen Erzählung über das, was Menschen antreibt bei ihrer Suche nach Gemeinschaft und dem guten Leben.

    Im Frühjahr 1828 macht sich eine Gruppe Luxemburger Landbewohner, darunter die selbstbewusste Bauerntochter Josette, auf den Weg in die Welt. Sie lassen Hab und Gut zurück und schließen sich einem Strom von Auswanderern an, die der wechselnden Herrscher und der schlechten Lebensbedingungen überdrüssig geworden sind. Ihr Ziel: Brasilien. Dort werden Menschen gebraucht, so heißt es, dort könne man neu beginnen. 170 Jahre später, kurz vor der Wende zum 21. Jahrhundert, kommt das Mädchen Tiha mit ihrer Mutter und anderen montenegrinischen Flüchtlingen nach Luxemburg – auch sie haben ihre Heimat aufgegeben und sind einem vagen Versprechen gefolgt. Für keinen von ihnen wird es eingelöst – und doch gibt es für Tiha, die in der Fremde zu einem Teenager reift, und für Josette, die zwar nicht nach Brasilien kommt, aber ihren eigenen Weg findet, kein Zurück mehr in ihr altes Leben..