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Theodor Buhl
"Das erstaunlichste Debüt des Jahres!" (Félicitas von Lovenberg, SWR-"Literatur im Foyer", 11. November 2010)
"Mit den autobiographischen Romanen von Christa Wolf und Walter Kempowski, Horst Krüger und Ludwig Harig schien fast alles über Kindheit und Jugend im "Dritten Reich", über Krieg und Vertreibung, Entwurzelung und Verrohung, Schuld und Sühne gesagt. Nun liegt ein Lebensroman vor, in dem man all dies liest wie zum ersten mal. Denn Theodor Buhl hat für seinen Debütroman einen eigenen Ton gefunden, verknappt, jeden Satz wägend, bis nur das Wesentliche bleibt; wörtliche Reden, die um der Wahrheit willen keinerlei literarische Glättung aufweisen - und dadurch große Literatur werden." (Dieter Bartetzko, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08. Oktober 2010)
Winnetou August
Roman
Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
320 Seiten
19.95 Euro, 28.50 sFr
August 2010
ISBN:9783821861180
Der Krieg aus der Perspektive eines Jungen, der die Welt gerade erst entdeckt
Mit höchster sprachlicher Verdichtung erzählt Theodor Buhl eine erschütternde Geschichte von Flucht und Vertreibung.
Winnetou August ist die Geschichte einer Familie in Schlesien, die in den Wirren des letzten Kriegsjahres und der Monate danach um ihre Existenz kämpft. Und es ist die Geschichte des achtjährigen Rudi, der Schreckliches sieht und die Ereignisse zugleich als Abenteuer erlebt: das Näherrücken der Roten Armee, der Verlust des Elternhauses, die Flucht kreuz und quer durch Schlesien. Die Welt des Krieges ist für ihn eine geheimnisvolle Welt der Erwachsenen, in deren Mittelpunkt August steht, der Vater, eine beinahe mythologische Figur.
Theodor Buhl formt aus Erinnerungen eine fast gespenstisch präzise literarische Vergegenwärtigung von Kriegsterror, die zugleich vorführt, wie Erinnerungen entstehen und eine Seele geformt wird. So nimmt der Roman einer Kindheit Gestalt an, der - frei von Nostalgie oder Heimeligkeit - in seiner idiomatischen Genauigkeit gleichsam zum Bild und Zeugnis einer Zeit wird.

